Mittwoch, 23. September 2020

Abwarten und Tee trinken...

 ... und das meine ich wörtlich: es ist halb sieben und ich warte darauf, Hunger zu bekommen. Also richtigen, echten Hunger, wohlgemerkt - keinen Appetit.

Mittags hatte ich zur Unterstützung der lokalen Lokale aus dem Wirtshaus im Nachbardorf einen gemischten Salat mit gegrillten Steak-Streifen, dazu ein bißchen Brot. Zum Dessert ein paar gemopste Gummibärchen. 

Jeder erfahrene Diätler weiß: stibitzt schmeckts immer am besten!

Davon abgesehen gab es heute nur Waser, Kaffee und Tee

Aktuell habe ich hier einen von Teekanne (aus der Reihe Harmonie für Körper & Seele: "Figur Balance", in einer sehr hübschen, lila Schachtel) mit Mate und Brennessel. 

Zum anderen hab ich von Bad Heilbrunner einen MateTee "Figur Fit" mit Orange-Vanille-Geschmack; davon nehme ich gern ein Thermoskännchen mit ins Büro.

Beide Tees schmecken erfreulich angenehm und nicht mehr nach muffigem Heu mit Gestrüpp, so wie seinerzeit, als Mate noch ganz neu im Geschäft war. 

Ich erinnere mich mit Schaudern an das vielgepriesene Gesöff... brrr! Lecker war was anderes.

Durch die Wärme (und das Volumen) beruhigen die Tees den Magen und ihre segensreichen Inhaltsstoffe dämmen tatsächlich das Hungergefühl. Bei mir ist das jedenfalls so; je länger ich aushalte, desto besser. 

Und weil ich heute noch ein bißchen ausgleichen möchte, werde ich mir später, wenn der Magen tatsächlich anfängt zu knurren, eine Pulle Kefir genehmigen und sie "Abendessen" nennen.

Montag, 21. September 2020

Rückblende, zum dritten: März 2020

  Mittwoch, 04.03.20

Als alter Bewegungsmuffel (und weil mir tatsächlich immer noch die Gräten vom Wochenende weh tun) habe ich gestern auf Spocht verzichtet, mir aber eine neue Folge der „schrecklich schweren Familie“ auf TLC angeschaut.

Diese Serie spielt in Georgia und die vier bis sechs Protagonisten stammen alle aus einer einzigen Familie. Sie werden ein paar Folgen lang mit der Kamera begleitet. Der dortige Dr. No ist ein gewisser Dr. Procter, der jünger ist, besser aussieht und sich selbst für total cool hält, an den alten Grantler aus Houston aber nicht drankommt.

Noch dazu, wo er Arztkittel trägt, die immer eine Nummer zu klein und zu kurz zu sein scheinen. Und er ist wesentlich schneller mit dem Skalpell zur Hand als der Kollege in Texas, aber das ist vermutlich dem Konzept der Sendung geschuldet.

Da müssen mehrere Menschen behandelt werden, darum wird der einzelne nicht so genau und so lang in den Fokus gestellt. Und es sind auch nicht alle so unglaublich dick wie bei den 300-Kilo-Leuten; bei einigen wird einfach so operiert, obwohl eine „normale“ Diät vermutlich ausreichen würde.

Aber wenn der Arzt sie dann vor dem Eingriff auf eine Flüssigdiät aus Protein-Shakes und Smoothies setzt, fragen sie nach „Wie? Nicht mal Kekse dazu?“ und das erklärt, warum man ihnen besser ein bißchen Hirnmasse implantieren oder lieber den Mund als den Magen operieren sollte.

Jedenfalls war das abschreckend genug und ich habe mich nach dem Abendessen darauf beschränkt, einen Kaugummi zu malträtieren, bis meine Kiefergelenke geknirscht haben.

Nachdem es gestern wieder ganz gut geklappt hat, mache ich heute einfach so weiter. Ich setze meine Reise fort, lasse den Teil mit den Schlaglöchern einfach hinter mir…


Donnerstag, 05.03.20

… und kann darum heute verkünden, daß alles, was ich in der etwas unruhigen, letzten Woche verloren habe, sieben Tage sind. 

Die Flummipfunde aus Strasbourg sind weg und der uHu sitzt brav da, wo er soll. Er bewegt sich genau so ungern wie ich, aber in meinem Fall ist das gut. Hätte ich heute etwas Dreistelliges auf dem Display gesehen, wäre ich vermutlich prompt wieder vom Weg abgekommen, um es der blöden Waage mal so richtig zu zeigen. 

Ja, ich weiß: extrem bescheuert, aber so ticke ich eben.

Meine Figur ist nicht durch wohlüberlegtes, vernünftiges (Ess)verhalten so geworden, wie sie ist. 




Freitag, 18. September 2020

Tagebuch, 18.09.2020

Na bitte, geht doch. Gestern war wieder ein „guter“ Tag auf der Strecke. Damit hab ich die Extratouren von Dienstag und Mittwoch zwar noch nicht ausgeglichen, aber ein Anfang ist gemacht.

Als ich vom Büro heimgeradelt bin, hatte ich Kohldampf und habe überlegt, mir Spaghetti zu kochen. Dazu hätte ich keine Soße gebraucht, ein bißchen Öl und Knoblauch vielleicht – und dann ordentlich reinhauen.

Und bereits während der laufenden Planung habe ich überlegt, was ich dann noch alles für Unfug essen könnte, denn natürlich würde ich zwei Stunden nach dem Pastafiasko wieder Hunger haben und bei der Gelegenheit… das Muster war mir in dem Moment klar.

In meiner Denkfabrik war jemand dabei, mir bereits im voraus die Absolution für einen weiteren Abstecher ins Schweineparadies zu erteilen.

Zu meinem Glück bin ich in dem Moment am Parkplatz vom Getränkemarkt vorbeigekommen, wo donnerstäglich eine Brutzelbude steht. Es stand niemand an, also habe ich eine Vollbremsung gemacht und spontan ein paar Grillhendln und Brezn erstanden.

So gab es gestern Mittag also keine Spaghetti, sondern ein halbes Hendl ohne Haut mit einem gemischten Salat dazu – und abends habe ich nach und nach zwei übriggebliebene Brezn geknabbert. Nichts weiter dazu, nichts weiter danach. 

Das war natürlich sehr riskant und ich habe mich buchstäblich mit dem Ladekabel am Klapprechner festbinden müssen, um hinterher nicht doch nochmal in die Küche zu wandern, aber genau wie mittags hatte ich dann von einer Sekunde auf die andere diesen „lichten Moment“, konnte meine Fesseln lösen und wusste, daß ich für diesen Tag in Sicherheit war.

Das Oberschweindl hat kapituliert und sich in den Saustall zurückgezogen; vermutlich um eine neue Strategie auszuarbeiten. Ich lass mich überraschen, womit es heute angreifen wird, aber ich bin vorgewarnt.


Donnerstag, 17. September 2020

Rückblende, zum zweiten: März 2009

 aus meinem Archiv (und immer noch/immer wieder aktuell)


Sherlock und der fette Fall


So, mein lieber Watson - und jetzt gehen wir der Sache auf den Grund: WARUM ist gestern der bedauerliche Zwischenfall mit dem Kuchen und der Schokolade passiert, nachdem mehr als einen Monat lang nicht der Hauch einer Gefahr zu erkennen war?

Hmmm... ich weiß es: sie hat ihr Amulett nicht getragen!

Ach ja - das Amulett. Das gehört eindeutig in die Abteilung "Aberglauben beim Abnehmen". Blaufluss, wenn ich mich richtig erinnere - kein richtiger Edelstein, sondern Glas, das mit Metallpartikeln versetzt wurde. Sehr dekorativ, sehr hübsch und soll unter anderem günstig gegen Fettsucht wirken. Das ist Humbug, Watson - und das wissen Sie!

Gewiss doch - aber Tatsache ist auch, daß sie den Stein in den vergangenen 35 Tagen nie länger als ein paar Stunden abgenommen hat. Sie hat ihn im Sonnenlicht aufgeladen, sie hat ihn dem Licht des Vollmondes ausgesetzt - um so zusammen mit dem Mond abzunehmen... und sie glaubt fest daran.

Humbug, das sagte ich schon! Demnächst wird sie wieder damit anfangen, irgendwelche Steine in den Wasserkrug zu geben, um es zu "energetisieren" - das ist ebenfalls erwiesenermaßen absolut nicht wirksam.

Na gut, dann hatte der gestrige Vorfall nichts damit zu tun, daß die Heilkraft des blauen Steins nicht entsprechend einwirken konnte. Was war mit der Orakelkarte, die sie gezogen hatte? "Richte weder über dich selbst noch über andere und konzentriere dich auf die Liebe und das Licht in jedem" - Zu dieser Karte heißt es im Begleittext unter anderem: "Sei nicht so hart mit dir selbst ... vergib dir selbst...". Vielleicht hat sie das ein bißchen falsch interpretiert!

Watson! Verschonen Sie mich mit diesem esoterischen Unfug!! Wir haben einen Fall zu lösen: warum ist es gestern Abend so weit gekommen? Warum hat sie nicht damit aufgehört, als noch alles im grünen Bereich war? Warum hat sie überhaupt damit angefangen?

Angefangen hat sie wohl deshalb damit, weil sie sich den ganzen Nachmittag über ihre Kinder geärgert hat und weil der Salat mit Thunfisch, den sie zum Abendessen hatte, sie zwar satt, aber nicht besonders glücklich gemacht hat: sie hasst es, wenn das Grünzeug zwischen ihren Zähnen knirscht. Also war sie der Meinung, sie hätte zum Ausgleich dafür noch etwas "Gutes" verdient, nachdem die Kinder in ihre Zimmer gegangen waren und es um sie herum ruhiger wurde.

Gut, na schön - ein Schüsselchen von diesen merkwürdigen Schweinekrusten-Chips ist ja kein Verbrechen, auch wenn ich persönlich das für eine ziemlich unappetitliche Sache halte. Wenigstens haben diese Dinger kaum Kohlehydrate - und das ist es ja, worauf es ihr zur Zeit verstärkt ankommt, richtig?

Richtig. Sie hat also zu diesem Zeitpunkt noch keine Straftat gegen sich begangen.

Wobei die Frage bleibt, Watson: warum hat sie das Zeug überhaupt gekauft - wo sie doch weiß, wie gefährlich es ist?

Mister Holmes, sie hat sich wohl schon zu sicher gefühlt: vergessen Sie nicht, daß sie über einen Monat nicht das geringste Problem damit hatte, sich gesund und vernünftig und eiweißreich und kohlehydratarm zu ernähren. Die Frau hatte nicht eine Stunde lang Hunger und gar kein Bedürfnis nach den Dingen, die dafür gesorgt haben, daß ihr Gewicht so extrem hoch geworden ist! Sie hat wohl vermutet, daß sie eine "stille Reserve" ganz hinten im Schrank nicht mehr so stark in Versuchung führen würde - und wenn sie irgendwann doch das Bedürfnis danach bekommen hätte, hätte sie diesem Bedürfnis entsprechend ihrer Diät-Vorschriften schnell und einfach nachgeben und dann wieder zur Tagesordnung übergehen können.

Sie meinen also, diese Tüte Knabberdinger waren eine Art Versicherung für die Frau?

Genau! Und Sie dürfen nicht vergessen, daß sie diese Tüte ja tatsächlich bereits seit einigen Tagen im Schrank liegen hatte - früher hätte sie sie noch während der Heimfahrt im Auto aufgerissen.

Aber es war zu früh. Ihr Verhalten hat sich noch nicht grundlegend geändert. Sie ist also wieder in das alte Muster zurückgefallen... kombiniere: sie hat nichts dazugelernt!

Nun ja, so können Sie das auch nicht sagen: sie hat in dem Sinn dazugelernt, daß sie die Zusammenhänge besser durchschauen kann und sie wird in Zukunft entsprechend anders handeln. Sie wird diese Knabberdinger einfach nicht mehr kaufen - zu ihrem Glück gibt es sie ja auch nur in einem einzigen Supermarkt am anderen Ende der Stadt... da ist die Versuchung nicht ganz so groß.

Hmmm... gut, das wird sich zeigen. Kommen wir aber auf den Fall des gestrigen Abends zurück. Sie hatte also eine entsprechende Portion ihres Suchtmittels zu sich genommen. Was passierte dann? Und warum ist es passiert?

Nun, Mister Holmes: aus dem Protokoll geht hervor, daß sie danach das Gefühl hatte, sich noch eine zweite Portion davon gönnen zu können. Ihr Gatte - der sich die schwersten Vorwürfe macht - hat ihr zum einen sogar gut zugeredet ("Das hast du dir verdient!") und zum anderen vor ihren Augen ein großes Stück Nusskuchen verspeist. Sie hätte sich weiter darauf konzentrieren können, Motive für Theaterkulissen zu suchen - aber die Verlockung war einfach zu groß. So kam es zu der dritten Portion.

Damit wäre sie aber immer noch im Rahmen des Vertretbaren gewesen, denn die Portionen waren jeweils nur eine Handvoll, wie ich aus den Krümeln hier kombiniere. Warum hat sie dann nicht einfach aufgehört?

Sie konnte nicht. Sie hatte nach dem salzigen Knabberkram "das Gefühl", noch etwas Süßes zu brauchen - ein oft beobachtetes Phänomen bei Menschen, die auf Diät sind. Und vergessen Sie den verlockenden Nußkuchen nicht...

Watson, sie reden mir hier zuviel von "Gefühlen": das Gefühl, sicher zu sein, das Gefühl, sich noch eine Portion gönnen zu können, das Gefühl, etwas Süßes zu brauchen... aber wir untersuchen den Fall nicht nach den damit verbundenen Gefühlen! Wir untersuchen die Fakten und die Tatsachen und versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen. Also: warum hat sie nicht aufgehört?

Mister Holmes: die Täterin ist eine Frau, und bei Frauen stehen Gefühle und Essen oft in unmittelbarem Zusammenhang.

Hatte sie denn nach den Knabbereien nicht wenigstens das "Gefühl", jetzt satt zu sein?

So schnell bildet sich ein jahrelang ausgedehnter Magen nicht zurück - und das Abendessen lag zu diesem Zeitpunkt bereits einige Stunden zurück und hatte den Magen bereits verlassen. Diese Art des Essens, wie sie gestern Abend passiert ist, hat nichts mit "hungrig" oder "satt" zu tun.

Die Frau ist also erneut in die Küche gegangen...

... wo sie zuerst die restlichen Knabberdinger in die Biotonne gekippt und sich anschließend ein Stück Nußkuchen abgeschnitten hat.

Watson! Das ist doch absolut paradox! Sie wirft Essen weg, nur um sich Essen zu holen? Das ergibt keinen Sinn!

Warten Sie ab, Mister Holmes: es geht noch wesentlich sinnloser weiter! Nachdem die Frau den Nußkuchen gegessen hatte, war sie ein bißchen enttäuscht - zum einen darüber, daß der Kuchen nicht so gut geschmeckt hatte, wie sie es sich vorgestellt hatte (vergessen Sie nicht: sie hatte über einen Monat weder Keks noch Kuchen noch Krümel zu sich genommen - und den Kuchen selbst hatte ihre Schwiegermutter aus einer Fertig-Backmischung "gezaubert") und zum anderen darüber, daß sie nach so langer Zeit "schwach" geworden war.

Was ist das hier für ein Einwickelpapier? Kombiniere - das war ein Müsliriegel...

Richtig, Sir. Den hat sich die Frau nach dem Kuchen geholt, um festzustellen, ob "süß" ihr wirklich nach so langer Zeit nicht mehr schmeckt - denn der Kuchen war ja offensichtlich nicht süß genug gewesen. Der Müsliriegel war ein Experiment...

... das nicht funktioniert hat, wie ich feststelle: aus dem Protokoll geht eindeutig hervor, daß sie ihn köstlich fand! Aber das erklärt nicht, warum sie danach immer noch nicht aufgehört hat, Watson.

Tja, ab diesem Punkt weiß ich auch nicht mehr so recht weiter: die Frau ist nämlich in den Keller gegangen, wo sie sich ein paar Riegel Kinderschokolade und eine großzügige Handvoll Gummibärchen aus dem Nasch-Vorrat ihrer Kinder gestohlen hat. Diese Vorräte hatte sie davor wochenlang keines Blickes gewürdigt...

... und sie hat das alles tatsächlich noch gegessen?

Ja, Mister Holmes - das hat sie. Ungefähr bis kurz nach elf, als sie beschloss, ins Bett zu gehen.

Aber warum hat sie das getan, Watson, warum? Mir fehlt in diesem Fall das Motiv!

Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Frauen leiden manchmal unter merkwürdigen Hormonschwankungen... Sie wissen schon, einmal im Monat... sie nennen das "PMS"...

Nein, das kann nicht sein - die Spurensicherung hat Zyklusdaten und Hormonstatus überprüft. Negativ.

Kann es dann vielleicht sein, daß die Täterin unter Wahnvorstellungen leidet? Bei der Vernehmung hat sie des öfteren etwas von einem "Oberschweindl" gesprochen, das in ihrem Kopf wohnt und ihr Eßverhalten steuert... sie sagte, es wäre ausgebrochen.

Ein Oberschweindl? Watson, jetzt kommen Sie mir nicht wieder mit irgendwelchem esoterischen Hokuspokus!

Nein, im Ernst, Sir: das ist wohl ihr Synonym für den sogenannten "inneren Schweinehund". Anscheinend hat dieses imaginäre Wesen ihr den Befehl dazu gegeben, immer weiter zu essen, obwohl sie es gar nicht wollte. Sie wurde dazu gezwungen.

Aber das ist doch absurd! Ich bitte Sie: eine erwachsene Frau lässt sich doch nicht von einem eingebildeten... wie nannte sie es?... „Oberschweindl“ Befehle erteilen! Etwas anderes wäre es, wenn ihr Gatte oder eine andere, reale Person neben ihr gestanden und sie mit vorgehaltener Waffe gezwungen hätte, die Schokolade und die Gummibärchen zu essen - aber das war nachweislich nicht der Fall, weil der Ehemann zu diesem Zeitpunkt bereits im Schlafzimmer war und außer der Täterin niemand im Haus war.

Vielleicht sollten wir ein psychologisches Gutachten der Frau anfordern? Vielleicht hat sie eine gespaltene Persönlichkeit? Tagsüber gesund und Gemüse - abends ungesund und Zucker?

Nein, mein lieber Watson, das würde zu nichts führen. Lassen Sie uns lieber die Spur mit diesem „Oberschweindl“ weiter verfolgen... wo genau wohnt es? Wie sieht es aus? Wie tritt es mit der Täterin in Verbindung? Wann tut es das? Warum tut es das? Wenn wir diese Fragen klären können, klären wir den ganzen Fall - in Zusammenhang mit dem schweren Diebstahl von Süßigkeiten. Bedenken Sie: die Täterin hat ihre eigenen Kinder bestohlen, nur um ihrer Freßsucht frönen zu können! Das ist verabscheuungswürdig! Und dann redet sich sich damit heraus, sie wäre von einer Wahnvorstellung dazu gezwungen worden... armselig ist das, ganz armselig!

Bleibt aber immer noch die Frage nach ihrem Motiv für diese Wahnsinnstat.

In der Tat - das Motiv fehlt nach wie vor. Watson: suchen Sie es! Drehen sie jeden Stein um und durchforsten Sie Kühl- und Vorratschränke! Finden Sie das verdammte Motiv, damit wir die Täterin endgültig überführen und bestrafen können!

Nun, die Täterin - wenn sie tatsächlich voll schuldfähig sein sollte - ist in diesem Fall schon gestraft genug, finden Sie nicht? Haben Sie sich ihren dicken Hintern mal angesehen?

Sie haben Recht. Und trotzdem darf man ihr das nicht durgehen lassen: sie wird es womöglich wieder tun! Also machen wir uns an die Arbeit und suchen wir das Motiv. Nur so können wir verhindern, daß sich dieser Fall wiederholt...

Dann bleiben nur noch der Jieper, fehlende Endoprhine, Gier, Sehnsucht – oder die reine Dummheit.

Watson, ich muß doch sehr bitten: die Täterin ist eine durchaus intelligente Frau und alle Ihre Vorschläge sind falsch. 

Aber was war es dann, Holmes - was war der Auslöser?

Mein lieber Watson, das liegt doch auf der Hand: es war eine reine Entzugserscheinung... vergessen Sie nicht, daß die Täterin seit Ende Januar bereits auf Zucker komplett verzichtet hat. Es war ein klassischer Rückfall in ein altes Verhaltensmuster. Und ich versichere Ihnen, daß das wieder passieren wird - aber wenn es gut läuft, wird der nächste Rückfall länger auf sich warten lassen und weniger heftig ausfallen. Der übernächste entsprechend noch länger und noch harmloser...

... bis sie irgendwann gar keine mehr haben wird?

Nun Watson: wir haben es hier mit einer Frau zu tun - vom rein logischen Standpunkt aus betrachtet, müsste sich diese Kurve der Rückfälle im Laufe der nächsten Monate verflachen, bis sie nicht mehr existent ist. Vorausgesetzt, die Täterin bleibt konsequent bei der Sache. Und da wir es - wie gesagt - mit einer Frau zu tun haben, ist die Konsequenz mehr als fraglich.

Aber es besteht noch Hoffnung, Sir?

Ja, die besteht immer - auch in den buchstäblich schweren Fällen! Und jetzt lassen Sie uns nachsehen, ob vom Nußkuchen etwas übrig ist und machen Sie uns eine Tasse Tee dazu... 

Mittwoch, 16. September 2020

Tagebuch 15./16.09.2020

  Dienstag, 15.09.20

Keine besonderen Vorkommnisse, dieser Streckenabschnitt ist recht ruhig. Nach wie vor locken die Versuchungen am Straßenrand, aber wenn man die entsprechenden Tricks kennt, kommt man ganz gut dran vorbei.

So habe ich gestern Abend stundenlang an einem Bild herumgepixelt und von der dunklen Schokolade, die ein Mitbewohner aufgemacht hatte, hab ich nur ein (!) kleines (!) Stück gegessen, ohne danach auszuflippen.

Die entsprechende Abteilung in meiner hirneigenen Denkfabrik macht Fortschritte. Ob ich mich morgen auf die Waage traue, weiß ich allerdings noch nicht, denn der Tag hat noch ein paar Stunden.

 

Mittwoch, 16.09.20

Habs gestern natürlich wieder mal verschrien, denn am Abend ist das Oberschweindl ausgebrochen.

Ohne Vorwarnung hat es unter triumphierendem Quieken die Saustalltür gesprengt und sich dann systematisch durch diverse Überbleibsel gefressen: ein Rest Chips und Knabberzeugs, ein bißchen Schokolade, ein paar Toasts, zwei Kekse, ein Stück Kuchen und zum Finale noch Popcorn. 

Nachdem es so lang ruhig war, hab ich damit gerechnet – aber die Wucht, mit der es immer noch angreifen kann, hat mich ein bißchen überrascht.

Am Anfang dachte ich noch, daß ich es unter Kontrolle hätte: ein paar Chips, drei Ecken Toblerone, na und? Keine große Sache, tagsüber war ich ja geradezu vorbildlich unterwegs (mittags Salat, abends Minestrone).

Doch irgendwas ist danach schiefgegangen und jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: ich könnte Ursachenforschung betreiben und hin und her grübeln, warum und wieso und weshalb das passieren konnte.

Damit gäbe ich der Sache aber viel mehr Gewicht (ha! – wie treffend), als sie verdient. Ich kenne mich und das Oberschweindl mittlerweile lang genug, ich weiß also, daß solche Ausbrüche immer wieder vorkommen werden.

Also bevorzuge ich Möglichkeit zwei: ich hirne nicht mehr daran herum, denn die Sache ist buchstäblich gegessen. Ich lasse den Zwischenfall hinter mir und mache einfach mit der Diät weiter, als wäre nichts passiert.

(Und ja, ich habe beschlossen, die Sache wieder Diät zu nennen und nicht mehr „Ernährungsumstellung“ oder ähnlich blumige Euphemismen zu verwenden, auch wenn es das auf lange Sicht gesehen tatsächlich ist.)

Das Oberschweindl selbst geniert sich heute ein bißchen, weil es sich gestern so aufgeführt hat. Es hat sich in seinen Saustall zurückgezogen, wo es die überzähligen Kalorien von gestern Abend leise grunzend verstoffwechselt und für die nächste Zeit wieder Ruhe gibt.


(… ich hab vor Jahren schon mal einen Text zu dem Thema geschrieben, den könnte ich raussuchen und hier anfügen. Bezeichnend für mich, wie sich manche Dinge immer wieder und wieder wiederholen.)

 

Sonntag, 13. September 2020

Tagebuch, 13.09.2020

Gestern Abend bin ich nur haarscharf einer Kalorienkatastrophe entkommen. Traditionell haben die Mitbewohner die lokalen Lokale unterstützt, aber ich hatte keine Lust auf Burger & Co. und hatte außerdem noch etwas Reis übrig.

Nachdem mir so gar nichts eingefallen ist, was ich dazu hätte essen können/wollen, habe ich ihn mit etwas Reisessig, Sojasoße und süß-scharfer Chilisoße aufgemöbelt und durchziehen lassen.

Voilà: asiatischer Reissalat „extra leicht“, den ich gegessen habe, als die Burger angeliefert wurden. Das hat wunderbar funktioniert und eigentlich hat es mir auch vollkommen gereicht.

Aber Herr Q hatte sich Chickenwings bestellt. Für mich selbst würde ich die nie nehmen, aber sie sind wirklich lecker, wenn sie heiß und frisch sind. Also hab ich mir ein Flügelchen gemopst.

Und dann noch eins.

Und noch eins.

Mein Holder weiß schon, warum er immer eine doppelte Portion bestellt, denn ich bin nicht der einzige Mundräuber hier.

Alles in allem waren es dann wohl acht (!) dieser fettigen Ferkeleien – und das Oberschweindl hat sich schon mal erwartungsvoll in Position gebracht. Da ist nämlich noch Popcorn im Keller und wir haben Chips, Kekse und Schokolade im Haus.

So ein Essen verlangt nämlich nach den Saustallrichtlinien immer nach einem Dessert, weil der Tag kalorientechnisch bereits an die Wand gefahren ist und weil man auf etwas Herzhaftes immer was Süßes „braucht“. Oink.

Leider hatte es (Künstler)Pech, denn ich habe schon vor dem Essen damit angefangen, für eine Bekannte ein sehr aufwändiges Avatar zu pixeln. Sie hat es gegen eine Spende für eine gute Sache bei mir in Auftrag gegeben.

Wenn ich mal im Flow bin, kann das zunehmend lauter werdende Gegrunze komplett ignorieren und darum gab es kein weiteres Essen nach dem Essen.


Das Avatar im Stil von Renoir ist zauberhaft geworden und die morgendliche WKK (Willenskraftkontrolle) war recht ermutigend. 

Na bitte, es geht doch!

Samstag, 12. September 2020

Ich war ein echter Fettsack...

 

Ich kann es so herum oder so herum rechnen, aber ich habe mittlerweile einhundertachtundvierzig Packungen Butter zurückgelassen. 

In Worten: 74 Pfund. 37 Kilo(meter) liegen hinter mir; bleiben offiziell nur noch sieben bis zum Etappenziel.

... ausrechnen kann ich das - ist ein ganz einfacher Saustalldirndreisatz* - aber glauben kann ich es nicht.

* mein persönliches Äquivalent zur Milchmädchenrechnung

 

Es gibt gute und schlechte Fette.
Ich bin war eine gute Fette. 

Freitag, 11. September 2020

Tagebuch, 11.09.2020

Mein gestriges Morgen-Ich - also das Heute-Ich – freut sich über meine Willenskraft, denn ein Abstecher aufs Petzbrett hat in der Früh ergeben, daß ich die brotlastige, letzte Woche (und die „Nervenbündel“-Woche davor) wieder ausgeglichen habe.


Ta-daaah: alle Flummipfunde sind weg.

Ich bin also wieder da, wo ich Ende August schon mal war. Nachdem ich die Aussicht von diesem Punkt meiner Strecke jetzt ausreichend genossen habe, geht es ab da einfach heiter weiter.

Vormittags hab ich mich erfolgreich durch Groß- und Baumarkt gekämpft und dabei vieles besorgt, das schon lang auf meiner Liste stand. Als gute Mitarbeiterin hab ich auch was fürs Büro mitgenommen, wo ich schon mal unterwegs war. Die Scheffin freut sich, daß sie nicht extra auszurücken braucht und ich hab ein Überstündchen gut.

Erst daheim hab ich gemerkt, daß ich nicht nur in Rekordzeit alles erledigt habe, was ich mir für heute vorgenommen hatte, sondern daß noch Reserven übrig sind, mit denen ich gleich noch einiges mehr schaffen werde. Offenbar habe ich mehr Kondition als vor ein paar Monaten, wo mich so ein Einkauf für den Rest des Tages aufs Kanapee gelegt hat.

Zum Mittagessen werde ich Rumfort-Zeug (Kartoffeln, grüner Salat, Forellenfilet) mit einem Dressing aus Joghurt und Kren aufmöbeln, zum Abendessen gibt es vielleicht irgendwas mit Reis.

Ich überrasch mich.


Donnerstag, 10. September 2020

Tagebuch, 10.09.2020

Auch gestern war ein erfreulich guter Tag: mittags gebratenen Couscous mit Ei und Salat dazu, abends Pellkartoffeln mit Salat und Feta. Im Büro hab ich viel geschafft, daheim ging auch noch einiges und der neue Blog nimmt langsam Gestalt an. Ich fühl mich gerade recht gut.


So kanns weitergehen, denn ich würde wirklich gern mal wieder ein neues Spiegelchen zu meinem Mosaik hinzufügen und nicht immer nur die kleinen, glitzernden Warteschleifenperlen, die zwischen den verlorenen Kilos für die Pfunde stehen, die ich nicht auf Anhieb abgenommen habe, sondern erst nach mehreren Anläufen.

Heute hab ich mich gut „gehalten“, aber dummerweise aus einer Laune heraus orientalische Sesamkekse gekauft. Sagenhaft lecker… und ich bin froh, daß ich die kleinere Packung genommen habe.

Kauf ich nie wieder. Bedauerlich.

Neben der üblichen Radelei ins Büro hab ich mich am Nachmittag nochmal auf den Drahtesel geschwungen, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Das hat direkt Spaß gemacht, so durch die Gegend flitzen zu können. Vor ein paar Monaten wäre das nicht möglich gewesen.

Mittlerweile ist es halb neun Uhr abends und mein inneres Oberschweindl rumort gierig grunzend in seinem Stall; vermutlich habe ich es mit den Keksen am Nachmittag und einem Rest Vollkornsemmel zum Abendsalat aufgescheucht. 

Jetzt wirds spannend, wer unser heutiges Duell an der Saustalltür gewinnen wird...  

Mittwoch, 9. September 2020

Rückblende, zum ersten: wie alles begann

Montag, 21.10.2019

Seit einer Weile verfolge ich mit einer Mischung aus Bedauern, Entsetzen und Unverständnis die Serie „Mein Leben mit 300 Kilo“ auf einem der hinteren Sendeplätze in der Flimmerkiste.

Und jedes Mal frage ich mich, wie es so weit kommen kann, denn wenn ich wegen meines Übergewichts nicht mehr selber in den Laden/an den Kühlschrank/an den Herd/zum Lieferdienst an die Haustür käme, würden meine Lieben den Teufel tun und mir tonnenweise Essen bringen.

Im Gegenteil: als ich mal ein paar Wochen mit einem Bänderriss auf Sofa und Rollstuhl angewiesen war, hätten sie mich um ein Haar verhungern lassen, weil morgens niemand daran gedacht hatte, mir etwas Wasser und Brot hinzustellen.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder selbst mit dem Rolli in die Küche kam – die Fahrten zum Lokus waren schon abenteuerlich genug und die Schrammen an den Türrahmen zeugen noch heute von dieser blöden Zeit.

Doch die dicken Leute im Fernsehen werden mit Unmengen von Essen versorgt, als gäbe es kein Morgen. Für einige von ihnen gibt es das wohl tatsächlich nicht mehr oft, denn jeder Organismus hat Grenzen.

Genau so wenig, wie ich die Patienten selbst verstehe, verstehe ich ihre Zulieferer: läge jemand von meinen Lieben so unförmig darnieder und hätte Hunger, würde ich ihm einen schönen Salat reichen statt einer doppelt belegten Pizza – und Wasser statt Limo.

„Du möchtest etwas anderes haben? Gut, dann hol dir selber was. Du weißt, wo der Kühlschrank steht. Wie, du kannst nicht? – Tja, Schätzelein…“

Doch das passiert nicht. Die dicken Leute jammern und klagen und essen. Und die normalen Leute, die sie permanent füttern, machen betretene Mienen – bevor sie losfahren, um bei der nächsten Frittenbude 48 ChickenWings zu besorgen.

„Sie wird immer so wütend, wenn sie ihr Essen nicht bekommt.“

„Dir ist aber schon klar, daß sie dir nicht hinterherlaufen kann? Sie schafft es vermutlich nicht mal, dir einen Pantoffel hinterher zu werfen…“

Irgendwann landen die dicken Leute dann in Houston, Texas, wo ein gewisser Dr. Nowzaradan sich darauf spezialisiert hat, extrem übergewichtigen Patienten den Magen zu verkleinern, damit sie zukünftig weniger essen und besser abnehmen können.

Bevor sie operiert werden, müssen die Patienten allerdings die ersten zwanzig, dreißig Kilo „freihändig“ loswerden, um ihren Abnehmwillen zu demonstrieren. Sie bekommen dafür vom Onkel Doktor eine kohlenhydratarme 1200-Kalorien-Diät verpasst.

Und dann wird es interessant: die einen halten sich an die Diät und fangen zusätzlich damit an, sich mehr zu bewegen. Da bewegt sich dann auch der Zeiger der Waage schnell nach unten, denn wenn sehr viel Masse da ist, kann man am Anfang auch sehr viel abnehmen.

Die anderen erklären sechs Burger zur diättauglichen Zwischenmahlzeit, weil sie das Ketchup weglassen.

Wenn sie dann nach einem Monat zur Gewichtskontrolle antreten müssen, wundern sie sich sehr, wenn sie zu- statt abgenommen haben und kommen mit allerlei Ausreden daher. Sie hatten Stress, sie konnten sich wegen der Schmerzen nicht bewegen und vermutlich war es der Senf in den Burgern…

Sie bekommen eine Standpauke vom knarzigen Doktor und geben sich zerknischt und reuevoll. Manche pampen ihn an, weil er so respektlos mit ihnen reden würde, obwohl sie sich doch so bemüht hätten – sie hätten schließlich auch acht Burger essen können, anstatt der sechs. Ohne Ketchup.

Operiert werden trotzdem früher oder später alle, denn darum geht es in der Serie: Magenbypass oder Schlauchmagen zum Mitnehmen.

Einige der dicken Leute gehen neben der Diät noch zur Physiotherapie, andere zur Psychotherapie und am Ende der zwölfmonatigen Begleitung mit der Kamera sind alle Patienten deutlich leichter und beweglicher. Sogar die, die sich dabei blöd anstellen und die Schuld für ihr Übergewicht bei allen anderen suchen, nehmen im Schnitt vierzig, fünfzig Kilo ab.

Dieses Happy End hinterlässt bei mir immer ein hoffnungsfrohes Gefühl von „es ist nie zu spät“ und „was die können, kann ich auch“.

Daneben ist es die wohlig-gruselige Faszination des Grauens, die mich das immer wieder anschauen lässt – schließlich bin ich ja längst nicht so weit jenseits von Gut und Böse wie die Protagonisten in der Serie, die teilweise nicht mehr ohne fremde Hilfe aus dem Bett kommen. Ich bin zum Glück viel schlanker/dünner/weniger übergewichtig als die.

Ich weiß natürlich, wie es kommt, daß sich mein eigener Äquator kontinuierlich erweitert: ich esse viel zu viel – und vieles von dem Vielen enthält wiederum viel Fett und/oder viel Zucker. Doch wie gut ich Gewicht verlieren kann, wenn ich mich erst einmal dazu entschlossen habe, habe ich in diesem Leben bereits mehrfach eindrucksvoll bewiesen.

Also bitte. Kein Vergleich zu den dicken Leuten im Fernsehen!

Trotzdem beschäftigt mich die Sendung derzeit mehr, als ich zugeben möchte. Seit Jahren halte ich mein Gewicht mehr oder weniger konstant, allerdings auf einem sehr, sehr hohen Level. Und das ist wiederum viel zu hoch für die morschen Bänder in meinen Knien und Sprunggelenken.

Also habe ich mich heute still und heimlich dazu entschlossen, Gewicht zu verlieren…

Wegen der dicken Leute in Amerika, die mich dazu inspiriert haben, nenne ich das Projekt Route 44. Wenn ich auf dem langen Weg zu einem verträglichen Ziel vierundvierzig Kilo(meter) schaffe, bin ich wieder in einer Gegend, in der ich gut und hoffentlich schmerzfrei leben kann.

Mal sehen, wie weit ich komme - und wie lang es dauern wird.